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Vier Königreiche: Familienspiel für 2 bis 4 Spieler im Test

Vier Königreiche Kartenspiel Review

Vier Königreiche

Kartenspiel

Spieler
2-4
Alter
ab 6 Jahren
Dauer
20-30 Minuten
Verlag
Alleovs
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Vier Königreiche ist ein Familienspiel mit Ablege-Mechanik für 2 bis 4 Spieler vom Lernspielverlag Alleovs. Das Spielprinzip ähnelt dem Kartenspiel-Klassiker Elfer raus. Die Spieler müssen Karten in der richtigen Reihenfolge ablegen, die von den Farben und Zahlen der Spielkarten abhängt. Neu ist, dass sie dabei einen Vorrat Goldmünzen anlegen.

Das Kartenspiel richtet sich an zwei unterschiedliche Zielgruppen. Zum einen ist es ein Lernspiel für junge Familienspieler, die gerade den Zahlenraum bis 10 lernen. Zum anderen eignet es sich für Gelegenheitsspieler, die sich mit einem schnell erlernbaren Spiel die Zeit vertreiben wollen.

Wie spielt man Vier Königreiche?

Vier Königreiche ist ein Kartenspiel, in dem die Spieler 18 bzw. 36 Spielkarten in der richtigen Reihenfolge ablegen müssen. Gleichzeitig verwalten sie einen Vorrat Goldmünzen, den sie durch geschickte Spielzüge vergrößern.

Spielfeld des Kartenspiels "Vier Königreiche" für zwei Spieler.
Vier Königreiche in der 2-Spieler Variante. Seit dem Start am blauen Schloss ist viel passiert.

Vor dem Spiel erhält jeder Spieler sieben Goldmünzen. Weitere Münzen liegen in einem allgemeinen Münzvorrat neben dem Spielfeld bereit. Vier Königreiche dauert maximal vier Runden:

  1. Zu Beginn einer Runde werden die Spielkarten gleichmäßig auf alle Spieler verteilt.
  2. Danach legt der Spieler mit dem blauen Schloss (Blau-5) die Karte offen in die Mitte des Spielfelds.
  3. Im Uhrzeigersinn legen die Spieler nacheinander ihre Karten ab.

    Du darfst eine Karte ablegen, wenn neben der Farbe auch der Wert passt. Die Karte muss die nächste auf- oder absteigende Zahl zeigen. Eine Blau-6 darf also nur an eine Blau-5 gelegt werden. Alternativ kannst du eine Palastkarte ablegen und somit eine neue Reihe eröffnen.
  4. Kannst du keine Karte ablegen, musst du eine Münze auf ein leeres, angrenzendes Feld legen. Liegen zwei Münzen auf einem Feld, dann muss der nächste Spieler mit der passenden Karte diese ablegen.

    Wird eine Karte auf ein Feld mit einer Münze gelegt, darf der Spieler diese in den eigenen Goldvorrat legen.
  5. Sobald der vorletzte Spieler keine Karten mehr auf der Hand hat, endet die Runde. Je nach Platzierung erhältst du nun zusätzliche Münzen. Danach startet die nächste Runde.

Sobald der allgemeine Münzvorrat erschöpft ist, endet das Spiel. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Münzen. Bei 4 Spielern sind das meist zwischen 15 und 20 Münzen.

Spielzug eines Spieles im Kartenspiel "Vier Königreiche". Zwei Reihen Spielkarten liegen offen, während der Spieler eine Handkarte wählt.
Der Spieler hat die Karte Blau-3 auf der Hand. Da an der entsprechenden Stelle auf dem Spielfeld zwei Münzen liegen, muss er die Karte dort ablegen und darf die Münzen einsammeln.

Macht Vier Königreiche Spaß?

Wir haben Vier Königreiche für unseren Test in der Variante für 2- und 4-Spieler gespielt. Sowohl den jüngeren Mitspielern, als auch den Erwachsenen hat es viel Spaß gemacht.

Die Kids konnten gelernte Zahlen und Rechenmethoden spielerisch anwenden, ohne dass es wie eine langweilige Übung wirkte. Außerdem haben sie die toll gestalteten Karten geliebt. Dass eine blonde Schneekönigin von ihnen als Elsa oder eine asiatische Kriegerin als Mulan bezeichnet wurde, ist sicher kein Zufall.

Detailfoto einiger Spielkarten des Familienspiels "Vier Königreiche.

Was unseren jüngeren Testern nicht gut gefiel, war die Spielanleitung. Die Schrift ist sehr klein, die Sätze sehr lang. Von einem Kinderspiel ab 6 Jahren erwarten wir, dass die Kinder einzelne Regeln selbst nachlesen können – mit ein wenig Unterstützung der Älteren. Wenn ein Satz jedoch 40 Wörter umfasst, sind sie komplett überfordert.

Unsere älteren Spieler mochten die versteckte Komplexität hinter dem Spiel. Je vorausschauender die Spieler spielen, desto knackiger wird Vier Königreiche für alle Beteiligten. Achtest du nicht besonders auf deine Handkarten und legst x-beliebige Karten ab, hältst du zum Schluss wahrscheinlich viele hohe oder niedrige Karten auf der Hand. Damit verschenkst du quasi deinen Sieg.

Leider kann man das Spiel nicht vollständig kontrollieren. Wir hatten eine Runde mit vier Spielern, in der ein Spieler drei 1er- und vier 9er-Karten auf der Hand hatte. So eine Hand kostet extrem viel Gold und kann selbst mit viel Geschick nur einen 3. Platz erspielen. Dank des Aufholmechanismus hat es am Ende für eine gute Platzierung gereicht.

Hast du eine Palastkarte auf der Hand, sieht die Situation direkt viel besser aus. Denn damit kontrollierst du die Eröffnung einer gesamten Reihe. Zwingt dich kein anderer Spieler durch Goldmünzen die Karte abzulegen, kannst du in aller Ruhe deine Handkarten ausspielen.

Fazit

Vier Königreiche ist schnell erklärt, schnell aufgebaut und schnell gespielt. Damit erfüllt es alle Anforderungen, die wir an ein Familienspiel haben.

Wenn wir es nur einer Zielgruppe empfehlen dürften, dann wäre es für die jüngeren Spieler. Man hat ein wenig Spielgeld zur Verfügung und lernt, aus einer Hand voller Karten die eigenen Möglichkeiten zu erarbeiten. Ein toller Start in die Spielwelt der großen Spieler.

Im nächsten Urlaub packen wir Vier Königreiche definitiv als Reisespiel mit in den Koffer.

Vier Königreiche
ist beim Alleovs Verlag erschienen.

Unsere Bewertung

  • Vier Königreiche ist ein einsteigerfreundliches Kartenspiel und wahrscheinlich sogar schon ab 5 Jahren geeignet.
  • Es macht Spaß, jede Karte einzeln zu betrachten und Details zu entdecken.
  • Je nach Spielerzahl gibt es unterschiedliche Spielvarianten.
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